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Deutsche Friedensgesellschaft < Organisationen

Vereinigte Kriegsdienstgegnger_innen

dfg vkKonsequent pazifistisch ist die DFG-VK die älteste und bedeutenste Friedensorganisation in Deutschland. Auf nationaler, europäischer und weltweiter Ebene ist der Verband in verschiedene pazifistische und antimilitaristische Bündnisorganisationen eingebunden, so ist sie z.B. der größte deutsche Mitgliedsverband der War Resisters International (WRI).Im November 1892 konnte Alfred Hermann Fried mit Unterstützung Bertha von Suttners, einer der bekanntesten Frauen dieser Zeit, einen Vorbereitungsausschuss zur Gründung einer deutschen Friedensgesellschaft in Berlin ins Leben rufen. Die Gründung der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG) fand am 21. Dezember 1892 statt,[3] sie war die erste Vereinigung mit dem Anspruch, die Pazifisten im gesamten Deutschen Kaiserreich zu repräsentieren. Zunächst war es in der Berliner Vereinigung jedoch umstritten, ob man ein exklusiver Club sein wollte, der lediglich den Reichstag im Sinne einer internationalen Schiedsgerichtsbarkeit zu beeinflussen versuchte, oder ob man die öffentliche Meinung für solche Ideen gewinnen wollte. Unter diesem Widerspruch litt in den ersten Jahren jede nationale Wirksamkeit der DFG. Auch das Ende der Deutschfreisinnigen Partei, zu der Förderer der DFG gehört hatten, beeinträchtigte die DFG. Der Erfolg der deutschen Friedensbewegung seit Mitte der 1890er Jahre – neugegründete lokale Friedensvereine in zahlreichen Städten – spiegelte vor allem die wachsenden internationalen Spannungen, die Hochrüstung, repräsentiert durch die deutsche Flottenpolitik, und den Imperialismus. Sie wandten sich gegen den Imperialismus und Militarismus, die Unterdrückung nationaler Minderheiten, und die chauvinistische Erziehung der Jugend. Die DFG versuchte eine Organisationsreform, bei der der Hauptvorstand unter dem neuen Präsidenten Adolf Richter 1899 nach Stuttgart umzog.[4] Da der Pforzheimer industrielle Richter, der bis 1914 DFG-Präsident blieb, zunehmend unter Krankheit litt, pflegte die Kontakte zu den Friedensvereinigungen in anderen Ländern der Historiker Ludwig Quidde, der seit 1899 stets die deutsche Delegation auf den Weltfriedenskongressen anführte.

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